Okara

Viele von Ihnen werden vermutlich beim Studieren unserer Zutatenliste bei einem bestimmten Wort Fragezeichen im Kopf haben. Okara. Hmm, was ist das genau? Ist das gut für mich? Diese Fragen und einige mehr möchten wir in diesem Blogbeitrag beantworten, damit Sie auch wissen, was da überhaupt auf Ihrem Teller ist.

Also was ist das nun genau? Okara ist ein Sojaprodukt, doch es steckt noch etwas mehr dahinter. Es ist eine Nebenerscheinung der Tofu- respektive Sojamilchproduktion. Hierbei werden die Sojabohnen eingelegt, später gekocht, püriert und anschliessend gepresst. Aus der entstandenen Sojamilch kann nun Tofu hergestellt werden und zurück bleibt das gepresste Sojabohnenpürée, auch Okara genannt. Pro Kilogramm produziertem Tofu entsteht so etwas mehr als ein Kilogramm Okara. In der Schweiz fallen ca. 1'000 Tonnen Okara pro Jahr an, welche in der Biogasanlage oder dem Futtertrog landen. 

Dies jedoch zu Unrecht. Das Produkt könnte ein wertvolles Nahrungsmittel sein, besonders in der veganen/ vegetarischen Küche. Dank der geschmacksneutralen Eigenschaft kann es vielseitig eingesetzt werden, zum Beispiel als Bindemittel, sprich als Ei-Ersatz beim Backen.  Auch zum Panieren, als Einlage in der Suppe und für viele weitere Zwecke kann es verwendet werden. Zusätzlich enthält es viele hervorragende Ballaststoffe, wie zum Beispiel Cellulose. Auch gesunde ungesättigte Fettsäuren und einige gutresorbierbaren Proteinen sind vorhanden. Zudem eignet es sich bestens für eine bewusste Ernährung oder einen Diätplan, da es wenige Kohlenhydrate beinhaltet und generell sehr kalorienarm ist. 

Okara ist in der asiatischen Küche bereits weit verbreitet und Bestandteil vieler traditioneller Gerichte. In Südkorea beispielsweise wird ein Eintopf aus Okara, Schweinefleisch und Kimchi zubereitet und in der chinesischen Küche kennt man Rezepte für Okara-Pfannkuchen oder Suppen mit Einlagen aus Okara. Auch in Japan isst man Salat aus Okara, rührt es in Eiscreme und geniesst es, gebraten in Sojasauce, als Beilage zu verschiedenen Gerichten. Sie sehen daher das Potenzial, das Okara in der Küche hat, leider hat es den Sprung in die europäische Küche aber noch nicht geschafft.

Mit reDefein möchten wir genau dies fördern und haben es uns zum Ziel gesetzt, die Bekanntheit von Okara zu steigern. Zudem leisten wir dadurch zumindest einen kleinen Beitrag gegen die Verschwendung von Okara. Sollte nun Ihr Interesse geweckt sein, schauen Sie doch in unserem Shop vorbei und entdecken Sie unsere Geschmacksrichtungen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Okara besteht aus Soja, respektive Sojabohnenpürée.
  • 1'000 Tonnen werden jährlich weggeworfen.
  • Vielseitig einsetzbar
  • Es ist sehr gesund und kalorienarm
  • In der asiatischen Küche bereits ein fester Bestandteil
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